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Projekt Kinderhaus Hörlkofen

Im Kinderhaus Hörlkofen starteten wir unser RIT-Projekt im Oktober 2014 mit den 12 Kindern des Schulkindergartens. Diese Kinder waren alle um ein Jahr von der Schule als „nicht schulreif“ zurückgestellt worden. Laut Aussage der Kindergärtnerinnen zeigten die Buben und ein Mädchen Entwicklungsverzögerungen und Lern- und Verhaltensproblematiken.Die Umsetzung der täglichen Übungen und des kollegialen Erfahrungsaustausches ging aber nicht von heute auf morgen, sondern hatte einen längeren Vorlauf.

Durch einen glücklichen Umstand kam im Sommer 2014 der Kontakt zur Leiterin des Kinderhauses Hörlkofen, Frau Huber, zustande. Das Thema „RIT-Reflexintegration – Förderung der neuromotorischen Schulreife“ begeisterte sie sofort und ich bekam die Einladung in der Runde aller Kolleginnen etwas über RIT zu erzählen. Alle kamen und es gab einen informativen, regen und auch geselligen Austausch an diesem Abend.

Kinderhaus Hörlkofen

Besonders Petra Patriarca und Monika Bublak, die für die Gruppe des Schulkindergartens verantwortlich sind, sahen hinter unserem Konzept für alle schulunreifen Kinder eine große Chance zur Unterstützung auf einem ihnen bisher unbekannten, aber logisch klingenden Weg. Petra Patriarca hat heilpädagogische Ausbildungen und profunde Vorkenntnisse und erkannte diese Lücke in der Förderung sofort. Das Team war sich einig – wir machen das RIT-Projekt - und dafür nahm auch das gesamte Team des Kinderhauses an der 2-Tages-Fortbildung durch das Sieber & Paasch-Institut teil.

Nun galt es, die Eltern vom Projekt zu informieren und sie zu begeistern. Ihre Zustimmung war bei diesem Projekt dahingehend wichtig, da wir die Kinder filmen und fotografieren wollten. Nach zwei Elternabenden war es dann soweit – der Startschuss konnte fallen.

Zu Beginn fanden verschiedene Tests statt, um einen Status Quo von jedem Kind zu erhalten. In Film und auf Papier wurden die Ergebnisse des jeweiligen persönlichen Entwicklungsstandes festgehalten. Damit schufen wir eine neutrale Möglichkeit, um den Unterschied zu kommenden Veränderungen darzustellen und damit zu beweisen.

Zusammen mit dem Team des Schulkindergartens wurde das verbleibende Schuljahr 2014/2015 unter Berücksichtigung der Ferienzeiten in Zeiteinheiten eingeteilt. Es sind daraus 8 Module entstanden, auf die wir unsere Übungsinhalte verteilt haben. Es mussten Übungen in ganz kleinen Prozessschritten sein, da die Kinder Koordinationsschwierigkeiten hatten, einen zu geringen Muskeltonus aufwiesen und deutlich Defizite im Gleichgewicht zeigten.

Projekt Hörlkofen - Zeichentest

Es wurde zum täglichen Ritual vor der Brotzeit (bayerischer Ausdruck für Frühstückspause) sich mit einer Matte auszurüsten und sich für die Übungen erstmal hinzusetzen. Pro Modul werden 5 Bewegungsübungen in kleinen prozesshaften Schritten angeboten. Damit wird jedem Kind die Möglichkeit geboten das Tempo mithalten zu können, egal wie groß das Defizit aus oben erwähnten Bereichen eventuell ist.

Projekt Hölrkofen - Kinder auf der Matte

Natürlich haben wir den Kindern erklärt, warum jetzt jeden Tag „geturnt“ wird, aber im Tun zeigte sich, dass die Kinder lange Zeit gebraucht haben, um die doch sehr ungewöhnlichen Herausforderungen der Übungen wirklich umsetzen zu können. Eine unreife Körperwahrnehmung, die defizitäre Koordination von Ober- und Unterkörper oder der linken und rechten Körperseite, sowie die große Anstrengung und das Verständnis, wie Muskelspannung funktioniert, forderten die Kinder und auch die Erzieherinnen regelrecht heraus. Mit vielen kreativen Tipps und Tricks wurden die Bewegungsvorgaben aufgepeppt und damit umsetzbarer gemacht. Anfänglich hat deshalb jede Übungseinheit bis zu 30 Minuten gedauert. Das Fortschreiten des Reifungsprozesses ging voran, was dazu führte, dass neue Übungsmodule jetzt in 15 Minuten umgesetzt werden konnten. Letztendlich kann man auch sagen, das zentrale Nervensystem der Kinder ist nachgereift.

Nach der Halbzeit wurden die ersten Zwischentest mit teils verblüffenden Ergebnissen gemacht und den Eltern vorgestellt. In Einzelgesprächen wurden die Entwicklungsfortschritte - anhand der neuen Testergebnisse der Kinder und der Erfahrungen der Betreuerinnen - besprochen. Es ist erstaunlich und bewegend, was die Eltern teilweise über die Veränderungen ihrer Kinder berichteten und somit die Ergebnisse aus einer anderen Sichtweise bestätigten.

Ende Juli 2015 endete das 8te Modul, dann sahen wir in den Abschlusstests die Endergebnisse. Bereits heute vermögen wir zu sagen, dass die Kinder dieser Gruppe aus neuromotorischer Sicht die Schulreife erreicht haben. Dadurch wurden ihnen große Stolpersteine in der zukünftigen Schulzeit unkompliziert und vergnüglich aus dem Weg geräumt.

Unser Anspruch ist es, das allen Kindern die es brauchen können, die RIT-Methode zukommen zu lassen. Während ich diesen Text schreibe, habe ich eine Mail aus Hörlkofen erhalten. Sie werden das RIT-Programm auch nächstes Jahr mit der neuen Schulkindergartengruppe fortsetzen. Vielen Dank nach Hörlkofen!

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